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Residenz Würzburg

Gedenkraum

Die Bayerische Schlösserverwaltung erinnert in diesem Raum an die Zerstörung der Residenz Würzburg im Zweiten Weltkrieg.

 

Bild: Gedenkraum

Am 16. März 1945 brach die Katastrophe über Würzburg und die Residenz herein: Dem Fliegerangriff mit Spreng- und Brandbomben durch die britische Royal Air Force fielen etwa 5000 Menschen zum Opfer. Die historische Altstadt wurde fast vollständig zerstört. Mit der ganzen Stadt brannten zugleich fast alle Dächer, hölzernen Decken und Fußböden der Residenz aus. Nur die gewölbten Räume, darunter die großen Säle des Mittelbaus, überstanden das Inferno relativ unbeschadet.

Einen Eindruck der Zerstörung soll die kleine Präsentation geben, die ganz auf die Überzeugungskraft der Bilder setzt – mit wenig Text, aber eindrucksvoll inszenierten Fotos der Ruinenstadt und der ausgebrannten Residenz. Zeitdokumente wie der verzweifelte Bericht des Hausmeisters der Residenz geben einen vertieften Eindruck der damaligen Nöte.

Besonders gewürdigt wird der amerikanische Kunstschutzoffizier John Davis Skilton mit einem Aquarellporträt und persönlichen Zeugnissen. Leutnant Skilton kam am 18. Juni 1945 nach Würzburg, nur drei Monate nach der verheerenden Bombardierung. Er fand eine fast vollständig zerstörte Altstadt und eine Residenz ohne Dächer vor. Als Kunsthistoriker und Mitarbeiter der Nationalgalerie in Washington wusste Skilton um die Bedeutung der großartigen fürstbischöflichen Residenz und ihrer einzigartigen Innenausstattung. Unverzüglich begann er Sicherungsarbeiten einzuleiten. Er ließ die Gewölbe provisorisch abdecken und bewahrte so Tiepolos Fresken, die Stuckaturen von Antonio Bossi und Balthasar Neumanns Treppenhaus, die heute zum Welterbe der UNESCO zählen, vor der sicheren Zerstörung durch eindringende Nässe.


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