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Residenz Würzburg

Hofkirche

 

Bild: Hofkirche, Blick zum Altar

Trotz ihrer geringen Größe gehört die 1743 geweihte Hofkirche aufgrund ihrer raffinierten Raumstruktur und des hohen künstlerischen Ranges ihrer Dekoration zu den vollkommensten Sakralbauten des 18. Jahrhunderts in Deutschland.

Dem Architekten Balthasar Neumann gelang es, hinter der nach außen beibehaltenen viergeschossigen Palastfassade im Südwesteck der Residenz einen völlig überraschenden, ausschließlich aus kurvierten Wänden bestehenden Raum mit drei ovalen Gewölbekuppeln zu schaffen. Die prachtvolle, 1735-1743 ausgeführte Dekoration geht teilweise auf Entwürfe seines Rivalen Lucas von Hildebrandt zurück.

 

Bild: Stuckplastiken

Magdalena und zwei Putti zu Füßen
des Kreuzes, Stuckplastiken
von Antonio Bossi, 1740/41

Die Ausstattung schufen zumeist Würzburger Hofkünstler: Rudolph Byss und seine Schüler die Deckenfresken (nach Kriegsschäden erneuert), Antonio Bossi die Stuckaturen und Stuckfiguren, Johann Wolfgang van der Auwera die Marmorskulpturen der Heiligen Kilian und Burkard seitlich des Hochaltars. Unter der ohnehin schon hochrangigen Ausstattung ragen die beiden Seitenaltargemälde noch einmal heraus. Sie stellen den "Engelsturz" und die "Himmelfahrt Mariae" dar und sind Werke Giovanni Battista Tiepolos aus dem Jahr 1752.

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