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Residenz Würzburg

Vestibül (Beginn des Rundgangs)

 

Bild: Vestibül

Der Raumeindruck des Vestibüls wird bestimmt durch den Gegensatz zwischen der großen Spannweite und der geringen Höhe der Deckenwölbung, die sich nicht nach oben entfalten kann, weil sich über dem Vestibül der Weiße Saal befindet. Die Wölbung wurde in einer bemerkenswerten technischen Leistung flach über den Raum gespannt, damit in der weiträumigen, stützenlosen Halle eine Karosse wenden konnte. Die nachträglich hinzugefügte klassizistische Dekoration beeinträchtigt allerdings die Raumwirkung erheblich. Die Stuckaturen schuf Lodovico Bossi 1765/66, die illusionistischen Malereien Franz Anton Ermeltraut (Taten des Herkules), die Marmorstatuen der Minerva und Bellona in den Nischen der Südwand Johann Peter Wagner (1779).

Nur die Atlanten von Johann Wolfgang van der Auwera stammen aus der Bauzeit (1749). Ursprünglich, solange die Oberlichtgitter von 1749/50 in den Einfahrtstoren sowie die Gittertüren zum Gartensaal bestanden, war das Vestibül wesentlich heller. 1964/65 mussten aus statischen Gründen die Säulen zwischen Vestibül und Treppenhaus durch massive Pfeiler ersetzt werden.

Im Übrigen stehen die bedrückend niedrigen Raumproportionen des Vestibüls zweifellos auch in beabsichtigtem künstlerischen Kontrast zur strahlenden Helligkeit und Weite des Treppenhauses.


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